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Exhibition view, intro wall; documentation by Michael Pfisterer

Exhibition view, zoological specimens from the HU teaching collection; documentation by Michael Pfisterer

Exhibition view with Mark Dion (foreground) and scientific specimens (background); documentation by Michael Pfisterer

Orang-utan skulls from the Zoological teaching collection at Humboldt-University / Revital Cohen & Tuur van Balen, 2017; documentation by Michael Pfisterer

Revital Cohen & Tuur van Balen, 2017; documentation by Michael Pfisterer

Revital Cohen & Tuur van Balen, 2017; documentation by Michael Pfisterer

Exhibition view downstairs gallery; documentation by Michael Pfisterer

Shannon Lee Castleman, "Tree Wounds," 2010/11; documentation by Michael Pfisterer

Exhibition view, Wallace cube; documentation by Michael Pfisterer

Exhibition view with plant specimens from the Herbarium Hamburgense, University of Hamburg; documentation by Michael Pfisterer

Exhibition view, "Media ornithology in Paradise"; documentation by Michael Pfisterer

Close-up of "Media ornithology in Paradise" and ShimuraBros (background); documentation by Michael Pfisterer

Robert Zhao Renhui; documentation by Michael Pfisterer

Robert Zhao Renhui, 2018; documentation by Michael Pfisterer

Robert Zhao Renhui, insect traps; documentation by Michael Pfisterer

Robert Zhao Renhui; documentation by Michael Pfisterer

Ari Bayuaji, "Birds of Paradise" 2015; documentation by Michael Pfister

Bik Van der Pol, "One to One," 2017/18; documentation by Michael Pfisterer

Paulo Tavares/autonoma, "Palms, Trees, Vines, and Other Architectural Monuments," 2017/18; documentation by Michael Pfisterer

Julian Oliver & Crystelle Vu, "The Extinction Gong," 2017/18; documentation by Michael Pfisterer

Maria Thereza Alves, "To See the Forest Standing," 2017/18; documentation by Michael Pfisterer

Armin Linke with Giulia Bruno and Giuseppe Ielasi, "Palm Oil Islands," 2017; documentation by Michael Pfisterer

Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald

Die zweite Station des dreiteiligen Ausstellungszyklus

27. April bis 26. August 2018

Eröffnung am 26. April 2018, 19h00
Tieranatomisches Theater (TA T)

Raum für forschende Ausstellungspraxis
Humboldt-Universität zu Berlin
Philippstraße 12/13
D-10115 Berlin

Überlieferte Bilder von Natur stehen heute im Widerspruch zu Artensterben, Entwaldung und Klimawandel. Haben Eingriffe in die Landnutzung, ökologische Beeinträchtigungen und die Ausrottung von Arten seither eine neue, gestörte Naturgeschichte geschaffen?

Die Ausstellung Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald präsentiert künstlerische Werke, die einem romantischen Bild von unberührter Natur widersprechen. 14 Installationen, Fotografien, Skulpturen und Filme ziehen Verbindungen von den Expeditionen des Naturforschers Alfred Russel Wallace in das Amazonasgebiet und nach Südostasien im 19. Jahrhundert zu aktuellen Umweltveränderungen. Mit dabei sind Werke unter anderem von Maria Thereza Alves, Mark Dion und Robert Zhao Renhui. Sie präsentieren Biodiversität im Spannungsfeld von Wissenschaft und Monokultur und fragen nach den Vermächtnissen, die bleiben, angesichts des fortschreitenden Verlustes hochkomplexer Ökosysteme. 

Auch wissenschaftliche Exponate aus den botanischen und zoologischen Sammlungen der Humboldt-Universität und der Universität Hamburg werden gezeigt. Ein besonderes Highlight ist das digitale 3D-Rendering des Schädels eines Sumatra-Nashorns. Das Exponat zeigt das Spannungsverhältnis von wissenschaftlicher Erkenntnis und Entnaturalisierung. Als CT-Scan dient der Schädel der Wissenschaft, doch macht er zugleich auf die Situation dieser von der Ausrottung bedrohten Tierart aufmerksam. Viele der künstlerischen Arbeiten wurden eigens für die Ausstellung entwickelt. Auf Borneo, Java und Sumatra führten die Fotograf_innen Armin Linke und Giulia Bruno gemeinsam mit den Kurator_innen Anna-Sophie Springer und Etienne Turpin zahlreiche Interviews mit Anwohnern, Plantagenarbeitern, Kleinbauern, Umweltschützern, Regierungsbeamten und Wissenschaftlern. Daraus entstanden ist ein filmisches Dokument, das die Geschwindigkeit reflektiert, mit der sich Indonesien gegenwärtig in eine Palmöl-Nation verwandelt – inmitten von gewaltigen Torfmoorbränden.

Begleitblatt zur Ausstellung & Programm [ PDF ]

Teilnehmende Künstler_innen
Maria Thereza Alves, Ari Bayuaji, Bik Van der Pol, Shannon Lee, Castleman/Migrant Ecologies, Revital Cohen & Tuur van Balen, Mark Dion, Radjawali Irendra/Akademi Drone Indonesia, Armin Linke mit Giulia Bruno und Giuseppe Ielasi, Barbara Marcel, Julian Oliver & Crystelle Vu, PetaBencana.id, SHIMURAbros, Paulo Tavares/autonoma, Robert Zhao Renhui/The Institute of Critical Zoologists

Das umfassende Begleitprogramm HOW ON EARTH? bietet eine Reihe von Vorträgen, Gesprächen, Screenings und Führungen. Es beginnt am 28.4. mit einer Ausstellungsführung mit den Kurator_innen und Künstlergesprächen von Barbara Marcel und Crystelle Vu. Im Anschluss Vorträge von Shannon Mattern (New School) und Birgit Schneider (Universität Potsdam) [ mehr ]

Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald
27. April – 26. August 2018
Tieranatomisches Theater (TA T)
Raum für forschende Ausstellungspraxis
Humboldt-Universität zu Berlin
Philippstraße 12/13
D-10115 Berlin

Kontakt:
+49 30 2093 466 25
welcome@tieranatomisches-theater.de

tieranatomisches-theater.de

Öffnungszeiten:
Di–Sa 14h00–18h00
Mo, So und Feiertage: geschlossen
Eintritt frei

Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald ist ein dreiteiliges Projekt von Anna-Sophie Springer und Etienne Turpin. Die Wanderausstellung wird vom Centrum für Naturkunde an der Universität Hamburg realisiert, wo sie 2017 zu sehen war2018 werden adaptierte Versionen bei den Projektpartnern gezeigt; vom 27. April bis 26. August 2018 im Tieranatomischen Theater der Humboldt-Universität zu Berlin und vom 20. Oktober bis 14. Dezember 2018 im Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Halle/Saale. Der Ausstellungszyklus ist eine Kooperation mit der Schering Stiftung und dem Goethe-Institut. Das Projekt wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.